Pressemitteilung
Pressemitteilung der Kampagne „Here to Stay“ Göttingen, 31.10.2007
Gespräch mit VertreterInnen des Studentenwerks
Heute Vormittag fand die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Vorstand des Göttinger Studentenwerks und der Kampagne „Here to Stay“ statt. Die Kampagne repräsentiert die BewohnerInnen der selbst verwalteten Göttinger Wohnheime in der Gotmarstr., Goßlerstr., Roten Str. und im Kreuzbergring.
Gegenstand der Verhandlung waren die vom Studentenwerk beabsichtigte
Auflösung der Kollektivmietverträge und die bereits ergangene Kündigung des
Vertrags im Wohnheim Goßlerstr. Das ursprüngliche Vorhaben, die Mietverträge
in Einzelmietverträge umzuwandeln wurde aufgegeben, das Studentenwerk hat die
Kündigung zurückgezogen.
Die Bewohner und Bewohnerinnen begrüßen diese Entwicklung. Es handelt sich um
erste nötige Schritte, den sozialen Belangen der Studierenden gerecht zu werden.
Strittig bleibt nach wie vor das vom Studentenwerk angeführte so genannte „Gerechtigkeitsprinzip“,
mit dem eine Wohnzeitbegrenzung von sieben Semestern legitimiert werden soll.
Der Auftrag des Studentenwerks, die Studierenden kulturell, sozial und wirtschaftlich
zu fördern, kann nicht durch die Politik einer Mangelverwaltung erfüllt werden.
Wohnzeitbegrenzung verschärft den ohnehin hohen ökonomischen Druck auf Studierende
und widerspricht diesem sozialen Auftrag. Gerechtigkeit kann nur bedeutet, dass
alle Studierenden während ihrer gesamten Studienzeit über Wohnraum verfügen
können, der ihren Bedürfnissen entspricht.
Begleitet wurden die Verhandlungen von einem massiven Polizeiaufgebot. Die Präsenz
der Polizei wurde von beiden Gesprächsparteien als störend, unnötig und belastend
empfunden. Solche polizeiliche Einschüchterungsmaßnahmen sind inakzeptabel.